it's so clear now
that you are all that i have.
You're cinematic razor sharp.
A welcome arrow through the heart.


Herbstnacht

link auf animexx

Eine warme Brise ließ die herabgefallenen Tränen des Herbstes um uns herum leise rascheln. Das lange Gras wiegte sich sanft im Wind unter der klaren, mit abertausenden von leuchtenden Sternen bestückten Himmeldecke. Und jeder war schöner und auffälliger als der andere. Der Halbmond schimmerte in unseren Augenpaaren, so deutlich wie ein weißer Punkt in unseren Pupillen.

Sein Arm lag sanft, wie ein schützendes Kopfkissen, unter meinem Nacken, seine warme Hand streichelte zärtlich meine von der Kälte geröteten Wangen. Die Baumkronen der Wiese ließen ihr letztes Fragment fallen und hinterließen ein buntes Farbenspiel auf dem Feld. Ein Windhauch wehte die Blätter durcheinander und ließ sie teilweise auf uns herabsinken. Als mir ein Blatt im Haar steckte, lächelte er mich an und strich es vorsichtig weg. Dabei spürte ich seinen warmen Atem am Ohr, während er ein vorsichtiges ‚Ich liebe dich’ hauchte.

Eine Bewegung am Himmel ließ mich hinaufschauen. „Guck mal, eine Sternschnuppe“, flüsterte ich und zeigte auf den Punkt des leuchtenden Meteoriten. Er hinterließ einen verschwommenen Schleier am Horizont.

Er nahm meine Hand behutsam in seine und wisperte, ja es klang schöner als jedes Rascheln im Wind, folgende Worte: „Du darfst dir etwas Schönes wünschen..“
Und seine Lippen berührten meine.

Ja, ich habe mir auch etwas gewünscht.
Auf dass dieser Moment nie enden sollte…



© theodora s. m.



Gratis bloggen bei
myblog.de